Tarot de Marseille
Frankreich, 17.–18. Jahrhundert — 78 Karten
Das ikonischste westliche Tarot, verwurzelt in der französischen Tradition.
EntdeckenEine enzyklopädische Erkundung der einflussreichsten Tarot-Traditionen der Welt. Jedes Deck trägt seine eigene Geschichte, Symbolik und Lesemethode.
Frankreich, 17.–18. Jahrhundert — 78 Karten
Das ikonischste westliche Tarot, verwurzelt in der französischen Tradition.
EntdeckenEngland, 1909 — 78 Karten
Das beliebteste Tarot-Deck der Welt, illustriert von Pamela Colman Smith 1909.
EntdeckenEngland, 1944 — 78 Karten
Aleister Crowleys esoterisches Tarot, gemalt von Lady Frieda Harris.
EntdeckenFrankreich, 19.–20. Jahrhundert — 78 Karten
Ein markantes französisches Tarot-Deck mit 78 Karten, dem Magier Edmond zugeschrieben.
EntdeckenDas Tarot ist kein einzelnes Deck, sondern eine Familie von Traditionen, die ein gemeinsames Gerüst teilen — achtundsiebzig Karten, aufgeteilt in zweiundzwanzig große und sechsundfünfzig kleine Arkana — sich aber tief in Bildwelt, Geschichte und Lesemethode unterscheiden. Diese Unterschiede zu verstehen ist der erste Schritt, um die Karten mit Urteilsvermögen zu lesen, statt jedes Deck als austauschbar zu behandeln.
Jede Tradition antwortet auf die Fragen ihrer Zeit. Das Tarot de Marseille entstand in den Werkstätten europäischer Kartenmacher zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert; das Rider-Waite-Smith wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts entworfen, um die kleinen Arkana durch vollständig illustrierte Szenen lesbar zu machen; das Thoth-Deck verdichtete ein ganzes esoterisches System in seinen Bildern; und die Belline-Linie gehört zur Geschichte der französischen Kartomantie.
Das Deck formt die Lesung. Ein kleines Marseille-Arkanum, nüchtern und strukturell, lädt zu einer Lesung ein, die auf Zahl, Farbe und den Beziehungen zwischen den Karten beruht; ein kleines Rider-Waite-Smith-Arkanum, als Szene illustriert, lädt zu einer erzählerischeren und intuitiveren Lesung ein. Keines ist authentischer als das andere — sie gehören schlicht zu verschiedenen Bildsprachen, und zu wissen, welches man hält, verändert die Art, es zu deuten.
Ein Deck zu wählen ist daher weniger eine Frage der Überlegenheit als der Affinität: welches einen anspricht und welche Art von Lesung man üben möchte. Viele Leser beginnen mit einer Tradition und erkunden später andere, und entdecken, dass jede die gleichen Fragen anders beleuchtet.
Jedes Deck auf dieser Seite öffnet seinen eigenen Leitfaden: seine Geschichte, seinen Ursprung und die Bedeutung seiner Karten, beginnend mit den zweiundzwanzig großen Arkana, die die großen universellen Figuren der menschlichen Erfahrung tragen. Zusammen mit dem Glossar gelesen, sollen diese Seiten helfen, das Tarot in seiner Kulturgeschichte zu verorten und die Karten mit Wissen und Freiheit zugleich zu lesen.