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Tarot de Marseille

Frankreich, 17.–18. Jahrhundert78 Karten

Das ikonischste westliche Tarot, verwurzelt in der französischen Tradition.

Große Arkana

Die 22 großen Arkana bilden das spirituelle Rückgrat des Tarots. Jede Karte stellt einen universellen Archetyp dar, eine Etappe der Seelenreise.

Kleine Arkana

Demnächst

Das Tarot de Marseille: das klassische westliche Tarot

Eine Tradition, kein einzelnes Deck

Das Tarot de Marseille ist kein festes Objekt, sondern eine Familie verwandter Decks, entstanden in den Werkstätten europäischer Kartenmacher zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. Der Name setzte sich durch wegen der Bedeutung der Marseiller Stecher bei der Verbreitung dieser Modelle, doch Meister wie Jean Noblet, Jean Dodal oder Nicolas Conver hinterließen jeder seine eigene Version, die eine gemeinsame Bildsprache teilen.

Historiker unterscheiden einen Typ I, die ältere und weniger stabilisierte Form, von einem Typ II, den stärker standardisierten Modellen, die zum kanonischen Bild des Decks wurden. Zu verstehen, dass das Marseille eine Linie und kein einzelnes Design ist, ist der Schlüssel, es mit historischer Perspektive zu lesen.

Eine nüchterne, strukturelle Bildwelt

Was das Marseille auszeichnet, ist die Nüchternheit seiner kleinen Arkana, die nicht wie im Rider-Waite-Smith mit Szenen illustriert sind. Diese Zurückhaltung begünstigt eine strukturelle Lesung, die auf Zahl, Farbe und den Beziehungen zwischen den Karten beruht, statt auf erzählerischer Illustration. Jede Farbe, jede Geste und Haltung der großen Arkana trägt Bedeutung, und sie sehen zu lernen heißt, das Tarot in seiner eigenen Sprache zu lesen.

Wie man dieses Deck liest

Auf dieser Seite können Sie die zweiundzwanzig großen Arkana der Marseiller Tradition erkunden, vom Magier bis zur Welt über den Narren. Jedes öffnet einen detaillierten Leitfaden zu seiner Symbolik und Bedeutung. Zusammen mit dem Glossar gelesen, lassen sie dieses Deck in seiner langen Kulturgeschichte verorten und seine Karten mit Wissen und Freiheit angehen.