Glossar
Tarot de Marseille Typ II: Definition
Eine ikonografische Kategorie zur Bezeichnung der stärker stabilisierten Formen des Tarot de Marseille, die ab dem 18. Jahrhundert weit verbreitet wurden.
Das Tarot de Marseille Typ II ist eine ikonografische Kategorie, die die stärker stabilisierten Formen des Tarot de Marseille bezeichnet, die ab dem 18. Jahrhundert weit verbreitet wurden.
Es entspricht einer Entwicklung älterer ikonografischer Modelle: Die Decks von Nicolas Conver oder von Claude Burdel verbinden sich meist mit dieser Familie, die ein dauerhaftes Bild des Marseille festlegte.
In diesen Decks erscheint die Ikonografie stabiler und homogener als in den früheren Typen, was erklärt, dass sie als Grundlage für zahlreiche moderne Neuauflagen dienten.
Der Typ II beeinflusste tief das zeitgenössische Bild des Tarot de Marseille: Die Mehrheit der heutigen Ausgaben leitet sich direkt oder indirekt von diesen Modellen des 18. Jahrhunderts ab.
Die Unterscheidung zwischen Typ I und Typ II ist ein Werkzeug der Historiker, um die Entwicklung der Tarot-Bilder zu ordnen, keine Wertdifferenz zwischen besseren oder schlechteren Decks.
Diese Kategorie zu kennen hilft zu verstehen, warum bestimmte Formen, Farben und Details kanonisch wurden: Es sind die des Typs II, durch ihre breite moderne Verbreitung zur Referenz geworden.
Diese Kategorie zu verstehen vermeidet einen häufigen Fehler: das am weitesten verbreitete Bild des Marseille für das einzig mögliche zu halten, während es in Wirklichkeit das einer bestimmten Familie ist, im 18. Jahrhundert festgelegt und dann unaufhörlich bis heute reproduziert.
Häufig gestellte Fragen
- Was ist das Tarot de Marseille Typ II?
- Die ikonografische Kategorie der stabilsten Formen des Marseille, ab dem 18. Jahrhundert verbreitet, wie Conver oder Burdel.
- Warum ist es so einflussreich?
- Weil die Mehrheit der modernen Ausgaben sich von diesen Modellen ableitet, die ein dauerhaftes Bild des Tarot de Marseille festlegten.
- Ist es besser als der Typ I?
- Nein: Die Unterscheidung ist ein historisches Werkzeug, um die Entwicklung der Bilder zu ordnen, keine Wertdifferenz.