Glossar
Anima / Animus: Definition
Jungsche Konzepte, die den weiblichen (Anima) und männlichen (Animus) Pol der Psyche darstellen, präsent in der Bildsprache des Tarots.
Anima und Animus sind Konzepte der Psychologie von Carl Jung, die jeweils den weiblichen (Anima) und männlichen (Animus) Pol der Psyche darstellen, präsent in der Bildsprache des Tarot.
Jung identifizierte diese beiden Pole als strukturierende Kräfte des Unbewussten: innere Bilder des anderen Geschlechts, die jede Person in sich trägt und die ihre Beziehungen und Projektionen beeinflussen.
Im Tarot verkörpern Karten wie die Herrscherin (Anima) und der Herrscher (Animus) diese Energien, aber auch andere Figuren können sie je nach Kontext der Lesung aktivieren.
Es handelt sich nicht um starre soziale Rollen, sondern um psychische Qualitäten: Empfänglichkeit, Sensibilität und Bindung in der Anima; Behauptung, Struktur und Handlung im Animus, in allen Personen vorhanden.
Mit diesen Archetypen in der Lesung zu arbeiten hilft, Projektionen, relationale Muster und Wege zum inneren Gleichgewicht zwischen beiden Polen zu erkennen.
Anima und Animus zu integrieren gehört zum Prozess der Individuation: diese inneren Kräfte zu erkennen und zu harmonisieren führt zu einer vollständigeren Persönlichkeit und zu von Projektion freieren Beziehungen.
Man sollte diese Konzepte als Lesewerkzeuge verstehen und nicht als starre Behauptungen über das Männliche und das Weibliche: Sie beschreiben psychische Pole, die in jeder Person vorhanden sind, unabhängig von ihrem Geschlecht. Mit dieser Flexibilität verwendet, helfen sie, die Figurenkarten und die Beziehungen einer Legung mit größerer Feinheit und ohne in Stereotype zu verfallen zu lesen.
Häufig gestellte Fragen
- Was sind Anima und Animus?
- Jungsche Konzepte: der weibliche (Anima) und der männliche (Animus) Pol der Psyche, strukturierende Kräfte des Unbewussten.
- Welche Karten verkörpern sie?
- Vor allem die Herrscherin (Anima) und der Herrscher (Animus), auch wenn andere Figuren sie je nach Kontext aktivieren können.
- Wozu dient es, mit ihnen zu arbeiten?
- Um Projektionen und relationale Muster zu erkennen und zum inneren Gleichgewicht zwischen beiden Polen voranzuschreiten.